Tosendes Wasser, moosbewachsene Felsen und steile Konglomeratwände prägen den ersten Eindruck dieser abwechslungsreichen Wanderung im Vorarlberger Brandnertal. Bereits nach wenigen Minuten taucht der Weg in eine Landschaft ein, die eher an eine urzeitliche Schlucht als an eine klassische Familienwanderung in den Alpen erinnert.

Die Bürser Schlucht zählt zu den eindrucksvollsten Schluchtlandschaften Vorarlbergs. Zwischen den mächtigen Felsformationen hat sich über Jahrtausende ein einzigartiger Naturraum entwickelt, der mit dichter Vegetation, kleinen Wasserfällen und spektakulären Gesteinsformationen beeindruckt.
Im weiteren Verlauf verändert sich der Charakter der Tour deutlich. Aus der engen Schlucht führt der Weg auf sonnigere Wald- und Wiesenabschnitte, bevor mit dem Kuhloch ein weiteres geologisches Highlight erreicht wird. Die trockene Klamm wirkt beinahe wie ein verborgenes Naturdenkmal und zeigt eindrucksvoll die Kräfte vergangener Eiszeiten.

Die Kombination aus Schluchtwanderung, abwechslungsreichen Waldwegen und spannenden Einblicken in die Erdgeschichte macht diese Rundtour zu einem lohnenden Ziel für Naturliebhaber, Familien und Genusswanderer gleichermaßen. Besonders im Frühjahr, Sommer und Herbst entfaltet die Strecke ihren besonderen Reiz.

Region

Wandersteckbrief

Alle Fakten auf einen Blick.

1

Ausgangspunkt

Bürs, Ortszentrum / Alvierbrücke
2

Anfahrt & Parken

Über die A14, Ausfahrt Brandnertal. Parkmöglichkeiten unter anderem beim Elektrizitätswerk Lug vorhanden.
3

Endpunkt

Bürs (Rundtour)
4

Länge

ca. 5 km
5

Dauer

ca. 2 Stunden
6

Höhendifferenz

ca. 220–270 Höhenmeter
7

Übernachtung

Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Bürs, Bludenz und im Brandnertal
8

Hund

Grundsätzlich möglich, in der Schlucht und an steileren Abschnitten an der Leine empfehlenswert
9

Anforderungen

Leichte bis mittelschwere Wanderung auf teils steinigen und wurzeligen Wegen

Besonderheiten & Highlights

  • Eindrucksvolle Bürser Schlucht mit mächtigen Konglomeratwänden
  • Üppige Vegetation und beinahe urwaldartige Atmosphäre
  • Spannende Einblicke in die Erdgeschichte der Region
  • Abwechslungsreiche Rundwanderung ohne lange Zustiege
  • Geologisches Naturdenkmal Kuhloch
  • Schöne Wald- und Wiesenpassagen oberhalb der Schlucht
  • Familienfreundliche Streckenführung mit vielen Naturerlebnissen
  • Gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Durch die Bürser Schlucht
Die Rundwanderung beginnt im Ortsgebiet von Bürs und führt rasch zum Eingang der Bürser Schlucht. Bereits nach wenigen Minuten verändert sich die Umgebung spürbar. Hohe Felswände rücken näher zusammen, während der Bach zwischen gewaltigen Gesteinsblöcken seinen Weg talwärts sucht.
Der naturbelassene Weg folgt dem Wasserlauf tief in die Schlucht hinein. Immer wieder eröffnen sich neue Perspektiven auf die beeindruckenden Konglomeratfelsen, die über Jahrtausende von Wasser und Eis geformt wurden. Die dichte Vegetation sorgt besonders an warmen Tagen für angenehme Temperaturen und verstärkt das Gefühl, durch eine fast urwaldartige Landschaft zu wandern.

Anstieg zum höchsten Punkt der Tour
Im hinteren Bereich der Schlucht verlässt der Weg allmählich das Bachbett und steigt deutlich an. Hier wird die Wanderung etwas sportlicher, bleibt aber technisch unkompliziert.
Während des Aufstiegs öffnen sich immer wieder Ausblicke auf die umliegenden Wälder und Berghänge. Der Weg führt vorbei an Rastmöglichkeiten und erreicht schließlich den höchsten Punkt der Rundtour. Die Geräusche des Wassers treten nun in den Hintergrund und machen einer ruhigeren Waldlandschaft Platz.

Waldwege und offene Wiesen
Nach dem Anstieg verändert sich die Landschaft erneut. Breitere Wege führen durch lockeren Bergwald und über kleine Lichtungen. Besonders angenehm wirkt der Kontrast zur engen Schlucht, die kurz zuvor noch das Landschaftsbild dominierte.
Auf den offenen Wiesenabschnitten ergeben sich schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge des Brandnertals. Die Strecke verläuft nun deutlich entspannter und bietet Gelegenheit, die unterschiedlichen Landschaftsformen der Region bewusst wahrzunehmen.

Das geologische Naturdenkmal Kuhloch
Ein besonderer Höhepunkt der Wanderung ist das Kuhloch. Dabei handelt es sich um eine trockene Klamm beziehungsweise Erosionsrinne, die tief in lockeres Schottermaterial eingeschnitten wurde.
Die ungewöhnliche Form dieses Naturdenkmals macht sichtbar, welche gewaltigen Kräfte während und nach der letzten Eiszeit gewirkt haben. Die aufgerissenen Bodenstrukturen und die markanten Geländeformen verleihen diesem Abschnitt einen ganz eigenen Charakter und unterscheiden ihn deutlich von der feuchten Schluchtlandschaft zu Beginn der Wanderung.

Rückweg nach Bürs
Nach dem Besuch des Kuhlochs führt die Route auf Waldwegen und kurzen Verbindungsstücken zurück Richtung Bürs. Der Abstieg verläuft angenehm und ermöglicht nochmals schöne Blicke auf die umliegenden Hänge.
Schließlich erreicht die Wanderung wieder das Tal und schließt den Rundweg am Ausgangspunkt. Durch die kompakte Länge und die große landschaftliche Vielfalt wirkt die Tour deutlich abwechslungsreicher, als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.

Persönliche Eindrücke

  • Außergewöhnlich abwechslungsreiche Landschaft auf kurzer Strecke
  • Die Schlucht vermittelt stellenweise echtes Urwaldgefühl
  • Beeindruckende Felsformationen entlang des gesamten Schluchtwegs
  • Spannende geologische Einblicke ohne spezielles Vorwissen
  • Angenehme Mischung aus Schatten und offenen Abschnitten
  • Besonders reizvoll im Frühjahr und nach wasserreichen Perioden
  • Gut geeignet für wandererfahrene Hunde
  • Ideale Halbtagestour für Familien und Genusswanderer

@roverie.outdoor

Wenn die Hitze drückt, gibt’s kaum einen besseren Ort als die Bürser Schlucht 🌿💦 Kühle Waldwege, rauschendes Wasser und ganz viel Schatten – perfekt für eine kleine Auszeit mit Timmy 🐶✨ #bürserschlucht #vorarlberg #österreich #waldwanderung #wandernmithund @Visit Austria

♬ Originalton - Roverie

Fazit:

Die Rundwanderung durch die Bürser Schlucht und zum Kuhloch gehört zu den interessantesten Naturwanderungen im Vorarlberger Rheintal und Brandnertal. Auf kurzer Distanz verbindet sie beeindruckende Schluchtlandschaften, abwechslungsreiche Waldwege und außergewöhnliche geologische Besonderheiten.
Dank der moderaten Länge und der überschaubaren Höhenmeter eignet sich die Tour für viele Zielgruppen – von Familien mit wandererfahrenen Kindern bis hin zu Genusswanderern und Naturfotografen. Wer spektakuläre Bergpanoramen sucht, wird andernorts größere Ausblicke finden. Wer jedoch eine vielseitige Wanderung mit hohem Erlebniswert und spannenden Naturphänomenen erleben möchte, findet hier eine ausgezeichnete Wahl.

Häufige Fragen zur Wanderung

Die Tour gilt als leicht bis mittelschwer. Einige Abschnitte sind steiler oder können bei Nässe rutschig sein, technisch anspruchsvolle Passagen gibt es jedoch nicht. Eine normale Wanderausrüstung ist ausreichend.

Für die rund fünf Kilometer lange Strecke sollten etwa zwei Stunden reine Gehzeit eingeplant werden. Mit Fotostopps und Pausen verlängert sich die Tour entsprechend.

Ja, die Strecke kann grundsätzlich mit Hund begangen werden. In der Schlucht sowie an steileren oder stärker frequentierten Abschnitten ist eine Leine empfehlenswert.

Die besten Bedingungen herrschen zwischen Mai und Oktober. Besonders reizvoll präsentiert sich die Schlucht im Frühjahr und Frühsommer, wenn der Wasserstand höher ist und die Vegetation besonders üppig erscheint.

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