Zwischen sanften Alpwiesen, markanten Nagelfluhgraten und weiten Bergpanoramen wartet mit dem Stuiben eine der eindrucksvollsten Gipfeltouren im Oberallgäu. Die Wanderung führt durch eine abwechslungsreiche Berglandschaft, die typisch für die Allgäuer Alpen ist und immer wieder neue Perspektiven auf die umliegenden Gipfel eröffnet.
Bereits im unteren Abschnitt prägen grüne Weideflächen und traditionelle Alpen das Landschaftsbild. Mit zunehmender Höhe wird das Gelände alpiner, während sich der Blick über das Gunzesrieder Tal und die umliegenden Höhenzüge immer weiter öffnet.

Besonders reizvoll ist der Wechsel zwischen gemütlichen Bergwegen, aussichtsreichen Passagen und dem charakteristischen Gipfelbereich des Stuiben. Dort erwartet Wandernde ein beeindruckendes Panorama, das von den Allgäuer Voralpen bis tief in die Alpenkette reicht.
Die Tour richtet sich vor allem an konditionsstarke Bergwandernde, die eine abwechslungsreiche Tageswanderung mit alpinem Charakter suchen. Dank ihrer landschaftlichen Vielfalt gehört die Route zu den beliebtesten Gipfelzielen rund um Gunzesried und bietet ein authentisches Allgäu-Erlebnis fernab großer Bergbahnen.

Region

Wandersteckbrief

Alle Fakten auf einen Blick.

1

Ausgangspunkt

Gunzesried-Säge bei Gunzesried
2

Anfahrt & Parken

Anreise über Blaichach nach Gunzesried-Säge. Öffentliche Parkmöglichkeiten im Talbereich vorhanden.
3

Endpunkt

Rundtour zurück nach Gunzesried-Säge
4

Länge

ca. 9,5–9,8 km
5

Dauer

ca. 4 – 5 Stunden
6

Höhendifferenz

ca. 820–830 Höhenmeter
7

Übernachtung

Unterkünfte in Gunzesried, Blaichach und Immenstadt verfügbar
8

Hund

Für trittsichere und bergerfahrene Hunde grundsätzlich geeignet
9

Anforderungen

Schwere Bergwanderung mit steilen Anstiegen, Trittsicherheit und guter Kondition erforderlich; kurze seilgesicherte Passage vorhanden.

Besonderheiten & Highlights

  • Aussichtsreicher Gipfel des Stuiben auf rund 1.750 Metern Höhe
  • Eindrucksvolle Nagelfluhformationen entlang der Route
  • Weitblicke über das Oberallgäu und die Allgäuer Alpen
  • Abwechslungsreiche Mischung aus Almwegen und Bergpfaden
  • Kurze seilgesicherte Kraxelpassage im Gipfelbereich
  • Traditionelle Sennalpen entlang des Weges
  • Authentische Berglandschaft ohne Bergbahninfrastruktur

Durch das Gunzesrieder Tal
Der Start erfolgt in Gunzesried-Säge, einem kleinen Ortsteil im Gunzesrieder Tal. Zunächst führt der Weg durch die typische Kulturlandschaft des Oberallgäus. Weideflächen, kleine Bachläufe und bewirtschaftete Alpflächen begleiten den ersten Abschnitt.
Die Wege sind anfangs noch vergleichsweise angenehm zu gehen und bieten Gelegenheit, die umliegenden Bergketten auf sich wirken zu lassen. Mit jedem zurückgelegten Höhenmeter werden die Ausblicke eindrucksvoller.

Der Anstieg zur Sennalpe
Nach den ersten Kilometern gewinnt die Route deutlich an Höhe. Der Weg steigt nun kontinuierlich an und führt durch offenes Almgelände. Immer wieder eröffnen sich freie Sichtachsen ins Gunzesrieder Tal sowie auf die benachbarten Gipfel des Naturparks Nagelfluhkette.
Unterwegs passiert die Route traditionelle Sennalpen, die während der Sommermonate bewirtschaftet werden. Besonders die Sennalpe Gerstenbrändle bietet sich für eine kurze Rast an. Hier lässt sich die typische Allgäuer Alpwirtschaft unmittelbar erleben.

Oberhalb der Baumgrenze
Mit zunehmender Höhe verändert sich der Charakter der Wanderung. Die Vegetation wird niedriger und die Landschaft offener. Der Blick reicht nun weit über die Voralpenlandschaft hinweg.
Der Weg wird stellenweise steiler und fordert eine gute Grundkondition. Gleichzeitig entschädigen die ständig wechselnden Perspektiven auf die umliegenden Gipfel für die Anstrengung des Aufstiegs.
Besonders beeindruckend ist die Nähe zur markanten Nagelfluhkette, deren geologische Strukturen an mehreren Stellen gut sichtbar sind.

Die letzten Meter zum Stuiben
Kurz vor dem Gipfel wartet der anspruchsvollste Abschnitt der Tour. Hier befindet sich eine kurze, seilgesicherte Passage, die Trittsicherheit und etwas Schwindelfreiheit voraussetzt. Technisch bleibt die Stelle überschaubar, sollte jedoch nicht unterschätzt werden.
Anschließend wird das Gelände wieder etwas einfacher und der Gipfel des Stuiben rückt in greifbare Nähe.
Oben angekommen eröffnet sich ein beeindruckendes Panorama. Die Aussicht reicht über die Gipfel der Nagelfluhkette, das Gunzesrieder Tal und weite Teile des Oberallgäus. Bei klaren Bedingungen sind sogar entfernte Alpengipfel erkennbar.

Der Rückweg ins Tal
Nach einer Gipfelpause erfolgt der Abstieg auf der Rundroute zurück Richtung Gunzesried. Der Rückweg bietet erneut zahlreiche Aussichtspunkte und eröffnet häufig andere Blickwinkel als beim Aufstieg.
Während die Gipfelregion langsam hinter den Wandernden zurückbleibt, prägen wieder Almwiesen und Weideflächen das Landschaftsbild. Die letzten Kilometer verlaufen entspannt durch die Berglandschaft des Gunzesrieder Tals, bevor der Ausgangspunkt erreicht wird.
Durch die abwechslungsreiche Wegführung wirkt die Tour auch auf dem Rückweg kurzweilig und bietet bis zum Ende zahlreiche landschaftliche Eindrücke.

Persönliche Eindrücke

  • Besonders schöne Kombination aus Alm- und Gipfellandschaft
  • Eindrucksvolle Ausblicke bereits weit vor dem Gipfel
  • Abwechslungsreiche Wegführung ohne monotone Abschnitte
  • Authentisches Allgäu-Gefühl durch die bewirtschafteten Alpen
  • Gipfelpanorama gehört zu den Höhepunkten der Region
  • Kurze Kraxelstelle sorgt für alpines Berggefühl
  • Gute Tour für konditionsstarke Wandernde
  • Im Sommer attraktive Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke

Fazit

Die Wanderung von Gunzesried auf den Stuiben zählt zu den schönsten Gipfeltouren im Oberallgäu. Auf relativ kompakter Strecke verbindet sie aussichtsreiche Almwege, spannende Bergpfade und einen panoramareichen Gipfel zu einer abwechslungsreichen Rundtour.
Besonders reizvoll sind die weiten Ausblicke über die Nagelfluhkette sowie die authentische Atmosphäre des Gunzesrieder Tals. Die kurze gesicherte Passage verleiht der Tour zusätzlich einen alpinen Charakter, ohne sie zu einer reinen Klettertour zu machen.
Empfehlenswert ist die Route für geübte Wandernde mit guter Kondition und Trittsicherheit. Wer eine klassische Allgäu-Bergtour mit hohem Landschaftsgenuss sucht, findet am Stuiben ein äußerst lohnendes Ziel.

Häufige Fragen zur Wanderung

Die Tour wird als schwere Bergwanderung eingestuft. Gute Kondition, Trittsicherheit und sichere Bewegung auf steileren Bergwegen sind erforderlich. Die kurze seilgesicherte Passage sollte ebenfalls berücksichtigt werden.

Für die Rundtour sollten etwa 4,5 Stunden reine Gehzeit eingeplant werden. Mit Gipfelpause, Fotostopps und einer möglichen Einkehr verlängert sich die Gesamtdauer entsprechend.

Erfahrene und trittsichere Hunde können die Route grundsätzlich begleiten. Im Bereich der steileren und gesicherten Passagen ist jedoch besondere Vorsicht erforderlich.

Die beste Zeit liegt meist zwischen späten Frühling und Herbst. In den Sommermonaten sind die Alpen bewirtschaftet, während im Herbst häufig besonders klare Fernsichten auf die Allgäuer Bergwelt möglich sind.

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